Die Gemeinde Walting (rd. 2.400 Einwohner) ist derzeit in den Orten Inching, Brunnmühle, Rapperszell, Walting, Rieshofen, Isenbrunn und Pfalzpaint ausreichend mit DSL versorgt. Eine Unterversorgung der Breitbandnutzung mit weniger als 1 Mbit/s lag in den Orten Pfünz und Gungolding vor.
Wie Sie wissen, läuft die Erschließung von Gungolding und Pfünz schon sehr lange. Der Grund dafür war
- erstens eine Technik zu finden, die eine ausbaufähige Basis für die Zukunft ist,
- zweitens eine Firma zu finden, die diese Technik finanziell vertretbar umsetzen kann
- und drittens das nicht ganz einfache Antragsverfahren zur Breitbandförderung.
Aber wir haben jetzt einen Stand erreicht, mit dem wir die Gemeinde flächendeckend mit Breitband versorgen können.
Situation in Gungolding Wenn der Markt Kipfenberg seinen Hauptverteiler im Vorwahlbereich (08465) wie geplant über die Firma MVOX ausbaut, hat Gungolding eine Bandbreite zwischen 1.000 und 2.000 kBit/s. Wir sind von einer Umsetzung dieser Maßnahme bis zum 3. Quartal 2010 ausgegangen. Wie dem Eichstätter Kurier vom 30.7.2010 zu entnehmen war, gibt es unerwartet technische und auch vertragsrechtliche Probleme, die durch den Markt Kipfenberg geprüft werden. Demzufolge kommt es zu Verzögerungen in der Bereitstellung der Bandbreite. Wir sind im Kontakt mit dem Markt Kipfenberg und auch mit der Regierung von Oberbayern, um festzulegen wie wir weiter verfahren werden. Die Situation ist für uns überraschend, denn wir hatten noch in der Gemeinderatssitzung vom 20.7.2010 den Informationsstand, dass die Anschlüsse bereits nutzbar sind. Die Verfügbarkeitsprüfung über MVOX hat dies auch ergeben. Wir informieren hier sofort, sobald sich die Situation ändert.
Situation in Pfünz Für Pfünz liegt uns mittlerweilen die Zustimmung der Regierung von Oberbayern für den Breitbandausbau vor, wie er in der Bürgerversammlung dargestellt wurde. Demnach wird jetzt der Kooperationsvertrag der Gemeindemit der Firma P2-Systems aus Beilngries verhandelt. Es ist davon auszugehen, dass dann die Realisierung noch im Laufe des 4. Quartals erfolgen kann. Die technische Lösung sieht vor, die Zubringerstrecke per Richtfunk zu bedienen. Die Einspeisung erfolgt dann in den bestehenden Kabelverzweiger zur Weiterverteilung über das bestehende Drahtnetz zu den Haushalten. Sobald konkretes zu den Umstellungsterminen, verfügbare Bandbreiten, Tarife, etc. bekannt ist, werden wir in einer Versammlung informieren.
Wenn Pfünz hoffentlich bald auch noch „online“ geht und somit die ganze Gemeinde mit Breitband versorgt ist, haben wir einen sehr guten Zwischenschritt erreicht. Ich gehe davon aus, dass uns das Thema Breitband noch die nächsten Jahre begleiten wird, denn die technologische Entwicklung bleibt nicht stehen. Leider haben wir auf dem flachen Land nicht die Unterstützung der großen Konzerne und auch keine Großbetriebe, die als Treiber für die Breitbanderschließung wirken könnten. Auch der politische Einfluss kann vor dem Hintergrund des wirtschaftlichen Denkens der Breitbandanbieter keine Wunder vollbringen. So bleiben uns nur die kleinen Schritte und einen solchen haben wir jetzt umgesetzt.
Ihr Breitbandpate
Helmut Drieger
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